Thoraxchirurgie Thoraxwanddeformitäten

Kinder- & Jugendchirurgie

Die Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie am Ostschweizer Kinderspital bietet ein umfassendes Spektrum von chirurgischen (operativen) und nicht-chirurgischen (konservativen) Leistungen in der Behandlung von Frühgeborenen bis zum früheren Erwachsenenalter an. In speziellen Fällen verlängert sich das Leistungsangebot auch über das 18. Lebensjahr.

Die «Chirurgie» unterliegt generell durch technische Innovation sowie verbessernde Umstände im Bereich der Anästhesiologie seit einigen Jahrzehnten einem fulminanten anhaltenden Wandel.

Die hochgradige Weiterentwicklung im technischen Bereich sowie das stetig wachsende Know-how im chirurgisch operativen Bereich ermöglichen minimalinvasive Operationen, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar waren.

Durch die damit einhergehende geringere perioperative Belastung der Patienten nimmt der Stellenwert der ambulanten tagesklinischen Behandlungen/Operationen stetig zu. Dies ermöglicht vielen Kindern bereits am Operationstag die Entlassung nach Hause zur Genesung im gewohnten Umfeld. Hierbei spielt die kompetente Nachsorge durch die grundversorgenden Kollegen eine zunehmende Rolle.

Dank der guten und intensiven Zusammenarbeit mit internen und z. T. auch externen Spezialbereichen und Fachspezialisten (diese sind unter den Fachkompetenzen erwähnt) können wir als Zentrumsspital nahezu das gesamte Spektrum hochspezialisierter Kinderchirurgie wohnortnah in der Ostschweiz anbieten.

Dr. med. Thomas Franz Krebs

Chefarzt Kinder- und Jugendchirurgie
Mitglied der Spitalleitung, Facharzt für Kinderchirurgie

Leistungsübersicht

Um heute das ganze Spektrum der modernen Kinderchirurgie abdecken zu können, braucht es eine hochgradige Spezialisierung der verschiedenen Ärzte und Behandlungsteams. Am Ostschweizer Kinderspital decken alle kinderchirurgischen Kaderärzte mehrere Schwerpunkte ab um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Kinder erfassen mit ihren Händen ihr Umfeld und lernen Schritt für Schritt, ihre Hände als vielfältige Werkzeuge einzusetzen. Angeborene Fehlbildungen sowie Verletzungen können diese wichtige Entwicklung einschränken. Mit unserem geschulten Team aus handchirurgisch versierten Kinderchirurgen, Handchirurgen sowie Ergotherapeuten stehen wir bereit, Beeinträchtigungen zu analysieren und je nach Bedarf ergotherapeutisch sowie operativ zu behandeln. Kindgerechte Lagerungsschienen nehmen hierbei auch einen grossen Teil ein.

Einige Beispiele angeborener Fehlbildungen der Hände sind:

  • Tendovaginosis stenosans
  • Subluxationen von Fingergelenken
  • Hexadaktylie
  • Syndaktylie und Polysyndaktylie
  • Brachydaktylie
  • Kamptodaktylie
  • Klinodaktylie
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Klumphand
  • Komplexe Fehlbildungen

Verletzungen und Verletzungsfolgen der Hände sind:

  • Finger- und Fingerkuppenamputation
  • Frakturen
  • Durchtrennung von Beuge- und Strecksehnen
  • Nervenverletzungen
  • Verbrennungen
  • Narben
  • Nagelwachstumsstörungen

Ihre Ansprechpartner: 
Kirsten Weber
kirsten.weber@kispisg.ch

Prof. Dr. Jörg Grünert 
joerg.gruenert@kssg.ch

 

Team Ergotherapie

Kinder sind neugierig und erforschen ihre Umwelt. Dies hat leider auch zur Folge, dass Verbrühungen und Verbrennungen zu häufigen Verletzungen gehören. Wir behandeln solche Verletzungen beginnend vom Unfalltag und über die Wundheilung hinaus bis zum Abschluss der Narbennachbehandlung. Auch komplexe Verletzungen, komplizierte und chronische Wunden werden versorgt und nachbehandelt. Das Ziel ist, sowohl ein optimales funktionelles als auch kosmetisches Ergebnis zu erreichen. Durch Lagerungsschienen alleine können oft schon sehr gute Ergebnisse erreicht werden. Manchmal sind aber auch operative Korrekturen notwendig. Unser Team bietet das gesamte Spektrum an.

Häufige Krankheitsbilder sind

  • Verbrühungen und Verbrennungen
  • Ausgedehnte Narben
  • Narbenkontrakturen
  • Komplexe Verletzungen
  • Chronische Wunden
  • Sinus pilonidalis

Ihre Ansprechpartner: 

Kirsten Weber
kirsten.weber@kispisg.ch

Dr. med. Christoph Matissek
christoph.matissek@kispisg.ch

Team Ergotherapie

Als Kompetenzzentrum für Früh- und Neugeborenenchirurgie sind wir zuständig für alle angeborenen Fehlbildungen, die bereits im Mutterleib oder nach Geburt festgestellt werden und einer operativen Behandlung bedürfen.

Die fortgeschrittene Diagnostik erlaubt heute vielfach bereits während der Schwangerschaft das Erkennen angeborener Fehlbildungen im Bauch- und Brustraum sowie im Kopfbereich. Durch die enge Zusammenarbeit mit Geburtshelfern und Neonatologen können wir bereits vor der Geburt in Kenntnis der Fehlbildung beraten und dem Neugeborenen die optimale Betreuung ab Geburt zukommen lassen.

So kann gemeinsam der ideale Geburtstermin und der geeignete Geburtsmodus festgelegt werden. Das Neugeborene erhält so unmittelbar nach Geburt die notwendige Diagnostik und Behandlung. Unsere Intensivmedizin ist auf Neugeborene spezialisiert. In Zusammenarbeit mit unseren Kinderanästhesisten können bereits bei Früh- und Neugeborenen die notwendigen operativen Massnahmen durchgeführt werden.

Wir begleiten Sie und Ihr Neugeborenes bei folgenden Erkrankungen

  • Speiseröhrenfehlbildung
  • Zwerchfelllücke
  • Bauchwandfehlbildungen
  • Nierenfehlbildungen, Harnstau
  • Lungen-/Trachealfehlbildung
  • Hydrocephalus
  • Darmanlagestörung
  • Darmverschluss
  • Erkrankungen der Leber und Gallenwege (ggf. in Kooperation mit HUG)
  • Fehlbildung das Anus
  • Craniofaciale Fehlbildungen
  • angeborene Tumoren
  • Lippen-/Kiefer-/Gaumenspalten (in Kooperation mit USB/Kispi ZH)
  • Spina bifida/Neuralrohrdefekte (ggf. in Kooperation mit Kispi ZH)
  • geburtsbedingte Verletzungen des Neugeborenen

Ihre Ansprechperson: 

Kai-Uwe Kleitsch
kai-uwe.kleitsch@kispisg.ch

Dr. Thomas Krebs
thomas.krebs@kispisg.ch

In der Sprechstunde für plastische Kinderchirurgie beraten wir sie bei allen äusseren Fehlbildungen und Hautauffälligkeiten. Ein Schwerpunkt stellen alle Gefässanomalien dar, die meist im Kindesalter sehr rasch behandelt werden müssen.

Beispiele:

Blutschwämme oder Hämangiome, meist harmlose Geschwülste, die jedoch je nach Lokalisation Probleme bereiten können, da sie in den ersten Lebensmonaten sehr stark anwachsen und so z.B. im Gesicht sehr stark stören können. Wir finden zusammen die geeignete Therapie, denn je nach Grösse, Alter des Patienten und Lokalisation kommen andere Massnahmen in Frage. So kann eine Vereisung, Laserung, Salbenbehandlung oder Medikamentenbehandlung notwendig werden.

Bei grossen angeborenen Muttermalen muss ein Behandlungsplan erfolgen. Auch nach der Operation ist eine engmaschige Nachbehandlung oft notwendig.

Ein vorzeitiger Verschluss der verschiedenen Schädelnähte kann nicht nur eine auffällige Schädelform für das ganze Leben verursachen, auch kann dies zu chronischen Schmerzzuständen oder zu funktionellen Problemen des Gehirns führen.

Unser Behandlungsspektrum umfasst folgende äussere Veränderungen:

  • Blutschwämme
  • Lymphfehlbildungen
  • Pigmentnaevi
  • angeborene grosse Muttermale
  • Craniosynostosen( vorzeitiger Schädelnahtverschluss)
  • abstehende Ohren
  • Narbenkorrekturen nach Unfällen
  • Operation bei Gefässfehlbildungen
  • Lippenkorrekturen nach Verletzung
  • Entfernung von aller Art von Neubildung und Hautdeckung
  • Hauttransplantationen
  • Expanderimplantation im Kopfhaarbereich

Ihre Ansprechpartner:

Dr. med. Diana Desax
diana.desax@kispisg.ch

Kirsten Weber
kirsten.weber@kispisg.ch

 

Diagnostiziert und behandelt werden angeborene und erworbene Krankheitsbilder im Brustkorb bei Kindern und Jugendlichen. Therapeutische Optionen beinhalten konservative, interventionelle, minimal invasive und offen chirurgische Techniken. Je nach Krankheitsbild erfolgt die Therapie unter Einbezug fester Kooperationspartner (KSSG/USZ/KISPI ZH).

Häufige chirurgische Erkrankungen des Brustkorbes sind:

  • (Spontan)-Pneumothorax (Kollaps der Lunge)
  • Pleuraempyem (Eiter zwischen Lunge und Brustkorb)
  • angeborene Lungenfehlbildungen
  • Lungentumoren/-metastasen
  • Thorakale Neoplasie
  • Erkrankungen der Lymphknoten/Lymphbahnen
  • entzündliche Lungenprozesse
  • Hyperhydrosis
  • Erkrankungen des Thymus
  • Ligatur des persistierenden Ductus arteriosus Botalli
  • Trachealchirurgie
  • Zwerchfellhernie
  • Relaxatio/Lähmung des Zwerchfells
  • Ösophagusatresie

Ihre Ansprechpartner: 
Dr. med. Thomas Krebs 
thomas.krebs@kispisg.ch 

Kai-Uwe Kleitsch
kai-uwe.kleitsch@kispisg.ch

Prof. Dr. med. Frank-Martin Häcker
frank-martin.haecker@kispisg.ch

 

In der Tumorchirurgie erfolgt die chirurgische oder interventionelle Entfernung/Reduktion von Neubildungen. Diese können gutartig wie auch bösartig sein und alle Gewebe betreffen.

Tumore im Bereich des Zentralnervensystems werden in Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen behandelt. Für weitere seltene Tumorerkrankungen bestehen feste Kooperationen mit anderen Kliniken.

zuständig: 
Dr. med. Thomas Krebs
thomas.krebs@kispisg.ch

Die Visceralchirurgie (Eingeweidechirurgie) umfasst die chirurgischen Erkrankungen des Bauches und seiner Organe sowie der übrigen Weichteile des Körpers. Beispiele hierfür sind:

  • Leistenbruch
  • Nabelbruch
  • Appendizitis
  • Invagination
  • Magenpförtnerkrampf
  • Darmfehllage (Malrotation)
  • Darmverdrehung (Volvulus)
  • Entfernung der Milz (Splenektomie)
  • Anlage von Magenfisteln zur Ernährung
  • Lymphknotenentnahme
  • Einlage von Langzeitgefässzugängen (Port- bzw. Broviackatheter)
  • Einlage eines Katheters zur Peritonealdialyse
  • Refluxchirurgie am Magen

Zahlreiche Operationen am Bauch können heute mit gutem Erfolg mittels minimal-invasiver Techniken (Bauchspiegelung) durchgeführt werden, was für das Kind den Vorteil einer schnelleren Genesung sowie besseren Kosmetik bei kleineren Narben birgt.

Ihre Ansprechpartner: 
Dr. med. Alexander Mack
alexander.mack@kispisg.ch

Dr. med. Michael Nakhleh
michael.nakhleh@kispisg.ch

Dr. med. Diana Desax-Willer
diana.desax-willer@kispisg.ch

 

Die minimal invasive Chirurgie (abgekürzt: MIC) oder sogenannte „Schlüssellochchirurgie“ wird über sehr kleine Zugänge zum Brustkorb (Thorakoskopie, VATS) bzw. zum Bauchraum (Laparoskopie) durchgeführt. Über die 2mm bis 5mm grossen Zugänge werden eine Kamera mit Lichtquelle und, je nach Eingriff, zusätzlich 2 bis 3 chirurgische Instrumente eingeführt, um damit Operationen im Inneren der Körperhöhle unter Videosicht durchführen zu können.

In der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin des Ostschweizer Kinderspitals wird die akute Blinddarmentzündung (Appendizitis) fast ausschliesslich in MIC-Technik operiert, aber auch Erkrankungen der Leber/Gallenblase sowie des Dickdarms können mittels MIC behandelt werden. Angeborene Fehlbildungen und auch Entzündungen im Brustkorb werden in MIC-Technik operiert, ebenso angeborene Brustwanddeformitäten (Trichterbrust, Kielbrust), urologische Fehlbildungen sowie bestimmte Tumore. Generell ist jeder Patient vom reifen Neugeborenen bis zum Jugendlichen für diese Technik geeignet.

Bei der MIC wird das Trauma einer Operation möglichst klein gehalten. Die postoperativ auftretende Schmerzproblematik wird deutlich vermindert. Der Kostaufbau kann schneller begonnen und durchgeführt werden, der Patient kann schneller mobilisiert werden und damit auch rascher aus dem Spital entlassen werden. Mit den kleineren Narben erreichen wir ein kosmetisch besseres Ergebnis.

Ihre Ansprechperson: 
Dr. med. Thomas Krebs 
thomas.krebs@kispisg.ch 

Dr. med. Anja Mettler 
anja.mettler@kispisg.ch

Prof. Dr. med. Frank-Martin Häcker
frank-martin.haecker@kispisg.ch

 

Team

Chefarzt Kinder- und Jugendchirurgie

Dr. med. Thomas Franz Krebs

Mitglied der Spitalleitung, Facharzt für Kinderchirurgie

Stv. Chefarzt Kinder- und Jugendchirurgie

Dr. med. Alexander Mack

Facharzt für Kinderchirurgie

Stv. Chefarzt Kinder- und Jugendchirurgie

Prof. Dr. med. Frank-Martin Häcker

Facharzt für Kinderchirurgie, FEAPU

Chefarzt Kinderorthopädie

Dr. med. Harry Klima

Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates

Sprechstunden

Die Privatsprechstunde der Kinder- und Jugendchirurgie findet jeweils am Montagnachmittag von 13.00 bis 16.00 Uhr und am Donnerstagmorgen von 09.00 bis 12.00 Uhr statt.

Zuweisungen bitte an Info.CA-Chirurgie@kispisg.ch

Kontakt

Jasmin Gallion
Assistentin Bereichsleiter Kinder- und Jugendchirurgie
jasmin.gallion@kispisg.ch
T: +41 (0)71 243 19 02