Qualitätsmanagement

Das Ostschweizer Kinderspital strebt nach einer qualitativ hochstehenden Behandlung, Betreuung und Beratung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien. 

Die Qualitätssicherung- und Weiterentwicklung ist eine ständige Aufgabe der interdisziplinär zusammengesetzten Qualitätskommission. Aus den Anforderungen an die Qualität der Leistungen werden gezielt Qualitätsmassnahmen abgeleitet und danach kontinuierlich auf deren Wirkung geprüft. Ein besonderes Augenmerk gilt der Patientensicherheit: Das OKS bearbeitet bereits seit vielen Jahren klinische Risiken mit einem strukturierten Meldesystem-Verfahren (CIM: Critical Incident Monitoring).

Qualitätsbericht OKS 2017
Qualitätskonzept (Protokollauszug 1-02/2016)
Indikatoren und Kennzahlen im Qualitätsmanagement (2016)

Das OKS ist seit 2003 von der Stiftung sanaCERT suisse zertifiziert. Das letzte Zertifizierungsaudit wurde im Jahr 2016 durchgeführt. Das Zertifikat ist bis 2019 gültig und wird zwischenzeitlich in Überwachungsaudits kontrolliert.
 
Stiftung sanaCERT suisse ist eine schweizerische Stiftung mit dem Zweck, als Zertifizierungsstelle Leistungserbringer im Gesundheitswesen auf die Erfüllung von Qualitätsstandards zu überprüfen und bei Erreichen der Anforderungen anerkannte Zertifikate auszustellen. sanaCERT suisse beurteilt die von Spitälern ergriffenen Massnahmen zur Qualitätssicherung und -förderung unter den Aspekten der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Stiftung sanaCERT suisse

Zertifikat sana CERT suisse

Seit Mai 2014 hat das OKS auch das Zertifikat «Ausgezeichnet. FÜR KINDER» der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V (GKinD) erhalten. Dabei handelt es sich um eine Überprüfung von Strukturkriterien für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Das Zertifikat wird jede zwei Jahre überprüft und neu vergeben.
 
ausgezeichnet-fuer-kinder.de

ZERTIFIKAT AUSGEZEICHNET. FÜR KINDER 2018/2019

Die Einführung eines «Critical Incident Monitoring» (CIM) hängt von mehreren Voraussetzungen ab. Fehlerkultur und Teamarbeit spielen, neben anderen Voraussetzungen, eine zentrale Rolle.
 
Die Entwicklung einer «gesunden» Fehlerkultur in einer Organisation erfordert sehr viel Arbeit und ist nur in kleinen Schritten zu erreichen. Als erster Schritt muss den Mitarbeitern aller Hierarchiestufen bewusst werden, dass in einer komplexen Organisation wie dem Spital trotz aller Bemühungen Fehler zum Alltag gehören.
 
Die Analysen werden an unserem Spital interdisziplinär durchgeführt. Damit wird gewährleistet, dass die Zwischenfälle unter verschiedenen Aspekten analysiert werden. Zudem haben die interdisziplinär erarbeiteten Verbesserungsmassnahmen eine viel höhere Akzeptanz und somit eine wesentlich höhere Chance wirklich umgesetzt zu werden.

Risikomanagement und Kritische Zwischenfälle (CIRS)

Das Ostschweizer Kinderspital betreibt im Auftrag des Stiftungsrats ein permanentes Risikomanagement mit der Absicht, die Zielsetzungen der Stiftung mit grösstmöglicher Wahrscheinlichkeit zu erreichen. Die unumgänglichen klinischen Risiken sollen damit soweit wie möglich gemindert werden.

Zum umfassenden Risikomanagement gehören:

  • die Patientensicherheit
  • die Arbeitssicherheit des Personals
  • die betriebliche Sicherheit

Über das Risikomanagement wird jährlich in Form eines Risikoberichts an den Stiftungsrat berichtet. Alle Führungsverantwortlichen auf allen Ebenen werden dabei in die Risikobeurteilung einbezogen.

Irren ist menschlich. Das gilt auch für die Medizin. Wichtigstes Ziel jeder Qualitätssicherung muss deshalb sein, solche Zwischenfälle zu erkennen, zu analysieren und, wenn immer möglich, zu verhindern.
 
Das Kinderspital hat deshalb ein Berichtssystem mit Regeln («reporting system») aufgestellt, die der Erfahrung und Verarbeitung kritischer Vorkommnisse («critical incidents») dienen, unabhängig von ihrem Ausgang. Die Analyse der Ereignisse soll eine Wiederholung verhindern – dafür werden konkrete Massnahmen getroffen. Dazu gehören:

  • Erarbeiten einer für das ganze Spital gültigen Definition des kritischen Zwischenfalles sowie von Kriterien zur Bestimmung des Schweregrades
  • Erstellung eines einheitlichen Meldeformulars
  • Information an alle Mitarbeitenden über das geltende Verständnis des kritischen Zwischenfalles und über das entsprechende «reporting system»
  • Regelmässige Besprechung mit den Mitarbeitenden über eingetretene kritische Zwischenfälle
  • Gemeinsame Erarbeitung von Massnahmen zur Vermeidung von kritischen Zwischenfällen
  • Spezielle Weiterbildungsveranstaltungen für das Ärzte- und Pflegeteam

Die Einführung und Weiterentwicklung des „Critical Incident Monitoring“ hat für das Ostschweizer Kinderspital einen hohen Stellenwert und wird von der Spitalleitung im Rahmen des Qualitäts- und Riskmanagement weiterhin unterstützt und gefördert. Dank der Erfassung und Analyse von gemeldeten Zwischenfällen konnten wir bereits verschiedene Verbesserungen bewirken.
 
Eine interdisziplinäre, spitalübergreifende Koordinationsgruppe trifft sich dabei regelmässig, um die spitalrelevanten Zwischenfälle zu erkennen, zu analysieren und die Informationen inklusive Lösungsvorschlägen der Spitalleitung zu präsentieren. 

Offensein für das Neue und das Bestreben vom Guten das Beste zu erlangen hat sich gelohnt: das Kinderspital hat für sein CIRS den «Anna-Seiler-Gesundheitspreis» gewonnen. Wir machen weiter auf diesem Weg.
 
Anna-Seiler-Gesundheitspreis

Team

Dr. med. Michele Losa
Leitender Arzt, Qualitätsverantwortlicher
michele.losa@kispisg.ch

Prof. Dr. Roger Lauener
Chefarzt Pädiatrie, Stv. Q-Verantwortlicher
roger.lauener@kispisg.ch

Katrin Marfurt
Pflegeexpertin, Mitglied Q-Kommission
katrin.marfurt@kispisg.ch

 

Vreni Nagel
Leiterin Services, Mitglied Q-Kommisssion
vreni.nagel@kispisg.ch

Brigitta Oertle
Leiterin Pflege und Betreuung, Mitglied Q-Kommission
brigitta.oertle@kispisg.ch

Dr. med. Christian Kahlert
Leitender Arzt Infektiologie und Spitalhygiene, Mitglied Q-Kommission
christian.kahlert@kispisg.ch

Ernst Knupp
Risk-Manager mbF, Mitglied Q-Kommission
ernst.knupp@kispisg.ch