Qualitätsmanagement

Das Ostschweizer Kinderspital (OKS) strebt nach einer qualitativ hochstehenden Behandlung, Betreuung und Beratung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien.

Die Qualitätssicherung- und Weiterentwicklung ist eine ständige Aufgabe der interdisziplinär zusammengesetzten Qualitätskommission. Aus den Anforderungen an die Qualität der Leistungen werden gezielt Qualitätsmassnahmen abgeleitet und danach kontinuierlich auf deren Wirkung geprüft. Ein besonderes Augenmerk gilt der Patientensicherheit: Das OKS bearbeitet bereits seit vielen Jahren klinische Risiken mit einem strukturierten Meldesystem-Verfahren (CIRS: Critical Incident Reporting System).

Qualitätsbericht OKS 2018
Qualitätskonzept (Protokollauszug 1-02/2016)
Indikatoren und Kennzahlen im Qualitätsmanagement (2016)

Ab dem Jahr 2018 finden Sie den Qualitätsbericht und weitere Informationen auch unter www.spitalinfo.ch.

Die Stiftung sanaCERT Suisse beurteilt und zertifiziert das Qualitätsmanagement von Spitälern anhand von Qualitätsstandards. Die Überprüfung erfolgt vor Ort. sanaCERT suisse beurteilt die ergriffenen Massnahmen zur Qualitätssicherung und -förderung unter den Aspekten der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Das OKS ist seit 2003 von der Stiftung sanaCERT suisse zertifiziert. Alle drei Jahre findet eine Re-Zertifizierung statt. Das letzte Re-Zertifizierungsaudit wurde im Jahr 2016 durchgeführt. Das Zertifikat ist bis August 2019 gültig und wird zwischenzeitlich in Überwachungsaudits kontrolliert.

Derzeit bearbeitet das OKS folgende Standards:

  • Grundstandard Qualitätsmanagement
  • Standard 2 Erhebung von Eltern- und Patientenurteilen
  • Standard 5 Schmerzbehandlung
  • Standard 11 Umgang mit kritischen Ereignissen
  • Standard 15 Ernährung
  • Standard 21 Familienorientierte Betreuung von Kindern und Jugendlichen
  • Standard 22 Abklärung, Behandlung und Betreuung
  • Standard 26 Sichere Medikation
     

Stiftung sanaCERT suisse

Zertifikat sana CERT suisse

Seit Mai 2014 hat das OKS auch das Zertifikat «Ausgezeichnet. FÜR KINDER» der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V (GKinD) erhalten. Dabei handelt es sich um eine Überprüfung von Strukturkriterien für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Das Zertifikat wird alle zwei Jahre überprüft und neu vergeben.
 
ausgezeichnet-fuer-kinder.de

ZERTIFIKAT AUSGEZEICHNET. FÜR KINDER 2018/2019

Aus der Sicht des Qualitätsmanagements steht beim Feedbackmanagement die Informationsgewinnung als Ziel im Vordergrund. Lobe dienen der Wertschätzung und Würdigung der geleisteten Arbeit und des Verhaltens. Beschwerden können zur Vermeidung von Risiken und zur Nutzung von Verbesserungsmöglichkeiten beitragen und somit als Frühwarnsignale wirken. Wünsche können Hinweise auf Angebotslücken oder mögliche Wettbewerbsvorteile enthalten.

Die Spitalleitung nimmt die Rückmeldungen von Patienten, Eltern, Angehörigen und zuweisenden Personen sehr ernst.

Gerne nehmen wir Ihr Feedback hier entgegen.

Risikomanagement und Kritische Zwischenfälle (CIRS)

Zum umfassenden Risikomanagement gehören:

  • die Patientensicherheit
  • die Arbeitssicherheit des Personals
  • die betriebliche Sicherheit

Über das Risikomanagement wird jährlich in Form eines Risikoberichts an den Stiftungsrat berichtet. Alle Führungsverantwortlichen auf allen Ebenen werden dabei in die Risikobeurteilung einbezogen.

Irren ist menschlich. Das gilt auch für die Medizin. Wichtigstes Ziel jeder Qualitätssicherung muss deshalb sein, solche Ereignisse zu erkennen, zu analysieren und, wenn immer möglich, zu verhindern.

Das Kinderspital hat deshalb ein elektronisches Meldesystem implementiert, das kritische Ereignisse inkl. der erkannten Verbesserungsmassnahmen anonymisiert dokumentiert.

Eine interdisziplinäre, spitalübergreifende Koordinationsgruppe trifft sich regelmässig, um die spitalrelevanten Ereignisse zu analysieren und Verbesserungen zu implementieren. Die Spitalleitung wird periodisch informiert. Damit wird gewährleistet, dass die kritischen Ereignisse unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden.

Der Erfolg eines «Critical Incident Reporting System» (CIRS) hängt von mehreren Voraussetzungen ab. Fehlerkultur und Teamarbeit spielen, neben anderen Voraussetzungen, eine zentrale Rolle.
 
Die Pflege einer «gesunden» Fehlerkultur in einer Organisation erfordert viel Arbeit und Ausdauer. Mittels gezielter Information und Kommunikation ab dem ersten Arbeitstag streben die Verantwortlichen nach einer dauerhaften und tiefen Verankerung derselben im betrieblichen Alltag. Vorab muss den Mitarbeitenden aller Hierarchiestufen bewusst sein und bleiben, dass in einer komplexen Organisation wie dem Spital trotz aller Bemühungen Fehler nicht vollends verhindert werden können.

Die Erhaltung und Weiterentwicklung des „Critical Incident Reporting System“ hat für das OKS einen hohen Stellenwert und wird von der Spitalleitung im Rahmen des Qualitäts- und Risikomanagements weiterhin unterstützt und gefördert. Dank der Meldung, Erfassung und Analyse von kritischen Ereignissen konnten regelmässig verschiedene Verbesserungen bewirken.

Team

Maxi Wollny
Leiterin Qualitätsmanagement, Mitglied Q-Kommission
maxi.wollny@kispisg.ch

Prof. Dr. Roger Lauener
Chefarzt Pädiatrie, Leiter Q-Kommission
roger.lauener@kispisg.ch

Katrin Marfurt
Pflegeexpertin, Mitglied Q-Kommission
katrin.marfurt@kispisg.ch

 

Vreni Nagel
Leiterin Services, Mitglied Q-Kommission
vreni.nagel@kispisg.ch

Brigitta Oertle
Leiterin Pflege und Betreuung, Mitglied Q-Kommission
brigitta.oertle@kispisg.ch

Dr. med. Christian Kahlert
Leitender Arzt Infektiologie und Spitalhygiene, Mitglied Q-Kommission
christian.kahlert@kispisg.ch

Ernst Knupp
Leiter Risiko- und Vertragsmanagement, Mitglied Q-Kommission
ernst.knupp@kispisg.ch