Informationen zum Coronavirus

Im Ostschweizer Kinderspital gilt die Maskenpflicht für alle Personen ab 12 Jahren, die Symptome einer Atemwegserkrankung haben.

Unsere Wartezonen sind räumlich eng begrenzt und wir müssen aufgrund der aktuellen Infektsituation verstärkte Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Angehörigen und des Gesundheitspersonals ergreifen. Aus diesem Grund gelten folgende Besuchs- und Begleitregelungen:

  • Ihr Kind übernachtet im Spital:
    Eltern oder stellvertretend eine enge Bezugsperson dürfen rund um die Uhr beim Kind sein (mehr Informationen unter «Besucher»). 
     
  • Ihr Kind verlässt das Spital am gleichen Tag:
    Bei ambulanten Therapien und Sprechstunden darf ausschliesslich eine Person das Kind begleiten.

Häufige Fragen

Bei Kindern von 5 bis 11 Jahren ist die Impfung empfohlen, wenn sie

  • wegen einer chronischen Erkrankung bereits gesundheitlich stark belastet sind
  • engen Kontakt zu Erwachsenen mit schwerer Immunsuppression im selben Haushalt haben

Alle anderen Kinder können geimpft werden, wenn die Eltern das explizit wünschen. 
Genesenen Kindern wird aktuell keine Impfung empfohlen.

Kinderimpfungen werden durch den Kanton angeboten. Termine können unter wir-impfen.ch gebucht werden.

 

Ja, jedoch ausschliesslich in Situationen, in denen eine Kinderimpfung empfohlen ist. Dann sollte nur eine Impfung verabreicht werden (siehe oben).

Die Kinderimpfung enthält 1/3 der Erwachsenendosis.

Weitere Informationen zur Impfung auf der Webseite des BAG.

Sprechstunde,  Abklärung, Therapie, ambulanter oder stationärer Eingriff:

  • Falls Sie oder Ihr Kind Fieber oder Husten haben, bleiben Sie bitte zuhause und sagen Sie Ihren Termin am Ostschweizer Kinderspital ab. Gerne werden wir Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Termin geben.
  • Falls Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem Corona-positiven Patienten gehabt haben, müssen Sie Ihren Termin bei uns um mindestens 14 Tage verschieben.
  • Kontakt zum Verschieben oder Absagen: Beachten Sie die Kontaktadresse auf Ihrer Termineinladung.

Kinder sind generell sehr wenig betroffen und die Verläufe in aller Regel mild. Bisher haben wir im Ostschweizer Kinderspital keine Kinder mit Corona-Viren gehabt, weder auf der Notfallstation noch stationär. Unsere Mitarbeiter halten sich zudem an die Hygiene-Massnahmen. Somit ist eine Konsultation oder Hospitalisation nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Aus unserer Sicht ist die Gefahr grösser, wenn eine geplante Kontrolle/Eingriff nicht stattfindet (und dadurch ein medizinisches Problem unter Umständen zu spät erkannt wird).

Nach bisherigem Stand des Wissens sind generell Kinder (auch solche mit chronischen Erkrankungen) nicht schwer betroffen. Aktuell empfehlen wir die gleichen Massnahmen, welche für alle gelten. Sollten sich die Empfehlungen ändern, werden wir diese hier aktualisieren.

Wird Ihr Kind positiv auf Corona getestet, werden Sie zusammen mit Ihrem Kind in einem Zimmer isoliert und ebenfalls getestet. Anschliessend müssen die Quarantäne-Empfehlungen eingehalten werden. Sollte Ihr Testergebnis positiv ausfallen, so dürfen Sie lediglich auf direktem Weg auf die Station zu Ihrem isolierten Kind. Beachten Sie zwingend die vorgegebenen Hygienemassnahmen.

  • Wir führen am OKS keine Corona-Tests durch bei Personen ohne Symptome. Getestet werden nur Patientinnen und Patienten mit akuten Atemwegssymptomen, wenn sie zudem die Kriterien für einen Spitalaufenthalt erfüllen oder als Gesundheitsfachpersonen direkten Kontakt mit Patienten in einer Gesundheitseinrichtung oder einem Alters- und Pflegeheim haben/hatten. 
  • Personen, die nur leichte Grippesymptome aufweisen, kurieren sich zuhause herkömmlich aus: Beschwerden lindern, weitere Personen vor einer Ansteckung schützen (Distanz halten), zweimal täglich Fieber messen und den Krankheitsverlauf beobachten.
  • Halten Sie sich an die empfohlenen Hygieneregeln.
  • Weitere Informationen: Bundesamt für Gesundheit BAG und Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen.

Stellungnahme und Rückmeldung an die Redaktion von 20 Minuten zum Artikel "Jedes zweite Corona-positive Kind steckt die Familie an" von Dr. med. Anita Niederer-Loher, Oberärztin mbF Infektiologie/Spitalhygiene
Dr. med. Christian Kahlert, Leitender Arzt Infektiologie/Spitalhygiene
Prof. Dr. med. Roger Lauener, Chefarzt Pädiatrie:

COVID-19: ACHTUNG KIND?

Die gestrige Schlagzeile in 20min ( https://www.20min.ch/story/jedes-zweite-kind-steckte-die-familie-an-732585683383 ) tönt alarmierend. Genauer hingeschaut zeigt sich, dass in der zitierten Studie 101 Indexpersonen untersucht wurden, wovon gerade mal fünf (!) Kinder < 12 Jahre alt waren, das Jüngste davon 4-jährig. In den Familien dieser 5 Kinder gab es 9 weitere Infektionen bei total 17 exponierten Haushaltmitgliedern. Daraus entstand diese Schlagzeile, prominent platziert auf der Startseite, die so eine falsche Information vermittelt! Die eigentliche Botschaft aus dieser Studie ist, dass Übertragungen durch Kinder im gleichen Haushalt zwar möglich sind, aber selten vorkommen.

Mehrere andere Untersuchungen, z.B. eine Studie mit mehreren Tausend (Schweiz, SG, https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.11.10.20229005v2 ) oder gar > 9 Millionen Personen (England; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.11.01.20222315v1.full.pdf ) zeigen, dass das Zusammenleben mit Kindern – und im Haushalt treten die meisten Infektionen auf –  nicht zu vermehrten Ansteckungen führt selbst wenn die Schulen geöffnet werden. Es gibt in beiden Arbeiten sogar Hinweise auf einen Schutzfaktor vor der Infektion und vor schweren Verläufen von COVID-19. Obwohl die Gründe dafür noch unvollständig geklärt sind, ist dies ein starkes Zeichen, welches im Interesse der Kinder Beachtung verdient!

Dies deckt sich ganz klar auch mit unseren Beobachtungen im kinderärztlichen Alltag. Bei den wenigen Kindern, welche ein positives Testresultat haben, gibt es in praktisch jedem Fall eine erwachsene Kontaktperson innerhalb von Familie, Verwandtschaft oder naher Umgebung mit bereits bestätigter COVID-Erkrankung. Zusammenfassend ist es falsch, Angst vor Ansteckungen durch Kinder zu schüren! Kinder müssen seit Beginn alle Massnahmen mittragen, obwohl sie selbst gar nicht gefährdet sind. Sie werden die Folgen viele weitere Jahre mittragen müssen und erste Kollateralschäden wie z.B. Einbussen in der Bildung (https://doi.org/10.31235/osf.io/ve4z7) sind bereits sichtbar. Massnahmen wie Schulschliessungen ändern nichts am Verlauf der Pandemie, schaden aber ganz klar den Kindern. Wir alle sollten daher helfen, diesen Schaden zu begrenzen.

  • Personen, die nur leichte Grippesymptome aufweisen, sollen sich zuhause herkömmlich kurieren: Beschwerden lindern, weitere Personen vor einer Ansteckung schützen (Distanz halten), zweimal täglich Fieber messen und den Krankheitsverlauf beobachten.
  • Bei Unsicherheiten empfehlen wir zuerst telefonisch Kontakt aufzunehmen. Rufen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt, Ihre Ärztin oder die Notfallstation an, wenn sich Atemnot oder Atemwegsprobleme verschlimmern.
  • Halten Sie sich an die empfohlenen Hygieneregeln.
  • Weitere Informationen: Bundesamt für Gesundheit BAG und Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen.

Besten Dank für Ihr Interesse uns zu unterstützen. Aktuell besteht kein Bedarf an Freiwilligenarbeit und durch die Hygienevorschriften möchten wir möglichst nur Spitalmitarbeiterinnen und -mitarbeiter auf dem Spitalareal einsetzen. Falls zu einem späteren Zeitpunkt Bedarf und Möglichkeiten bestehen, werden wir dies gerne hier aufschalten. Vielen Dank für Ihr Verstandnis.