Informationen zum Coronavirus

In der Schweiz wurden bereits mehrere tausend Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Am Ostschweizer Kinderspital sind wir vorbereitet. Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen. Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an die Behörden.

Im Ostschweizer Kinderspital gilt im ganzen Spitalgebäude Maskenpflicht.

Unsere Wartezonen sind räumlich eng begrenzt und wir müssen aufgrund der Situation mit COVID 19 verstärkte Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Angehörigen und des Gesundheitspersonals ergreifen. Aus diesem Grund gelten folgende Besuchs- und Begleitregelungen:

die Begleitung des Kindes erfolgt durch die Eltern oder stellvertretend durch eine enge Bezugsperson.

Der Kanton St.Gallen hat eine Info-Mailadresse zum Coronavirus aktiviert. Es werden Fragen aus den Bereichen Bildung, Arbeit, Medizin usw. beantwortet.

infoline.gd@sg.ch

Zur Webseite

Infoline Bundesamt für Gesundheit BAG
+41 58 463 00 00 
Täglich von 6.00 bis 23.00 Uhr

Häufige Fragen

Im Kanton St.Gallen können sich ab sofort 12- bis 15-Jährige impfen lassen.

Am Ostschweizer Kinderspital bieten wir keine Impfung gegen das Coronavirus an. Bitte registrieren Sie sich für eine Impfung in einem Impfzentrum unter www.wir-impfen.ch

Sprechstunde,  Abklärung, Therapie, ambulanter oder stationärer Eingriff:

  • Falls Sie oder Ihr Kind Fieber oder Husten haben, bleiben Sie bitte zuhause und sagen Sie Ihren Termin am Ostschweizer Kinderspital ab. Gerne werden wir Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Termin geben.
  • Falls Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem Corona-positiven Patienten gehabt haben, müssen Sie Ihren Termin bei uns um mindestens 14 Tage verschieben.
  • Kontakt zum Verschieben oder Absagen: Beachten Sie die Kontaktadresse auf Ihrer Termineinladung.

Kinder sind generell sehr wenig betroffen und die Verläufe in aller Regel mild. Bisher haben wir im Ostschweizer Kinderspital keine Kinder mit Corona-Viren gehabt, weder auf der Notfallstation noch stationär. Unsere Mitarbeiter halten sich zudem an die Hygiene-Massnahmen. Somit ist eine Konsultation oder Hospitalisation nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Aus unserer Sicht ist die Gefahr grösser, wenn eine geplante Kontrolle/Eingriff nicht stattfindet (und dadurch ein medizinisches Problem unter Umständen zu spät erkannt wird).

Nach bisherigem Stand des Wissens sind generell Kinder (auch solche mit chronischen Erkrankungen) nicht schwer betroffen. Aktuell empfehlen wir die gleichen Massnahmen, welche für alle gelten. Sollten sich die Empfehlungen ändern, werden wir diese hier aktualisieren.

Wird Ihr Kind positiv auf Corona getestet, werden Sie zusammen mit Ihrem Kind in einem Zimmer isoliert und ebenfalls getestet. Anschliessend müssen die Quarantäne-Empfehlungen eingehalten werden. Sollte Ihr Testergebnis positiv ausfallen, so dürfen Sie lediglich auf direktem Weg auf die Station zu Ihrem isolierten Kind. Beachten Sie zwingend die vorgegebenen Hygienemassnahmen.

Das Ostschweizer Kinderspital unterstützt im Einklang mit der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie die Schulöffnung. Kinder werden selten infiziert und infizierte Kinder sind selten „verantwortlich“  für die Weiterverbreitung des Virus. Dies zeigen diverse Studien aus verschiedenen Ländern.

Auch Kinder mit einer chronischen Erkrankung, die vor COVID-19 die Schule besucht haben, dürfen ab dem 11. Mai 2020 wieder in die Schule. Die bekannten Risikofaktoren für Erwachsene gelten für Kinder nicht. Nach bisherigem Wissensstand gibt es keine Erkrankungen im Kindesalter, die das Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Infektion, erhöhen. Dies wird auch von den verschiedenen Fachspezialisten im Ostschweizer Kinderspital so eingeschätzt. Sollten Sie dennoch unsicher sein, dürfen Sie gerne ihren betreuenden Spezialisten kontaktieren.

Auch Eltern, welche selber einer Risikogruppe angehören, dürfen ihre Kinder wieder zur Schule schicken, weil das Risiko sehr klein ist, dass Kinder das Virus aus der Schule nach Hause bringen und weiterverbreiten. Die allgemeinen Hygienemassnahmen zu Hause sind selbstverständlich für alle weiterhin wichtig.

  • Wir führen am OKS keine Corona-Tests durch bei Personen ohne Symptome. Getestet werden nur Patientinnen und Patienten mit akuten Atemwegssymptomen, wenn sie zudem die Kriterien für einen Spitalaufenthalt erfüllen oder als Gesundheitsfachpersonen direkten Kontakt mit Patienten in einer Gesundheitseinrichtung oder einem Alters- und Pflegeheim haben/hatten. 
  • Personen, die nur leichte Grippesymptome aufweisen, kurieren sich zuhause herkömmlich aus: Beschwerden lindern, weitere Personen vor einer Ansteckung schützen (Distanz halten), zweimal täglich Fieber messen und den Krankheitsverlauf beobachten.
  • Halten Sie sich an die empfohlenen Hygieneregeln.
  • Weitere Informationen: Bundesamt für Gesundheit BAG und Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen.

Stellungnahme und Rückmeldung an die Redaktion von 20 Minuten zum Artikel "Jedes zweite Corona-positive Kind steckt die Familie an" von Dr. med. Anita Niederer-Loher, Oberärztin mbF Infektiologie/Spitalhygiene
Dr. med. Christian Kahlert, Leitender Arzt Infektiologie/Spitalhygiene
Prof. Dr. med. Roger Lauener, Chefarzt Pädiatrie:

COVID-19: ACHTUNG KIND?

Die gestrige Schlagzeile in 20min ( https://www.20min.ch/story/jedes-zweite-kind-steckte-die-familie-an-732585683383 ) tönt alarmierend. Genauer hingeschaut zeigt sich, dass in der zitierten Studie 101 Indexpersonen untersucht wurden, wovon gerade mal fünf (!) Kinder < 12 Jahre alt waren, das Jüngste davon 4-jährig. In den Familien dieser 5 Kinder gab es 9 weitere Infektionen bei total 17 exponierten Haushaltmitgliedern. Daraus entstand diese Schlagzeile, prominent platziert auf der Startseite, die so eine falsche Information vermittelt! Die eigentliche Botschaft aus dieser Studie ist, dass Übertragungen durch Kinder im gleichen Haushalt zwar möglich sind, aber selten vorkommen.

Mehrere andere Untersuchungen, z.B. eine Studie mit mehreren Tausend (Schweiz, SG, https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.11.10.20229005v2 ) oder gar > 9 Millionen Personen (England; https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.11.01.20222315v1.full.pdf ) zeigen, dass das Zusammenleben mit Kindern – und im Haushalt treten die meisten Infektionen auf –  nicht zu vermehrten Ansteckungen führt selbst wenn die Schulen geöffnet werden. Es gibt in beiden Arbeiten sogar Hinweise auf einen Schutzfaktor vor der Infektion und vor schweren Verläufen von COVID-19. Obwohl die Gründe dafür noch unvollständig geklärt sind, ist dies ein starkes Zeichen, welches im Interesse der Kinder Beachtung verdient!

Dies deckt sich ganz klar auch mit unseren Beobachtungen im kinderärztlichen Alltag. Bei den wenigen Kindern, welche ein positives Testresultat haben, gibt es in praktisch jedem Fall eine erwachsene Kontaktperson innerhalb von Familie, Verwandtschaft oder naher Umgebung mit bereits bestätigter COVID-Erkrankung. Zusammenfassend ist es falsch, Angst vor Ansteckungen durch Kinder zu schüren! Kinder müssen seit Beginn alle Massnahmen mittragen, obwohl sie selbst gar nicht gefährdet sind. Sie werden die Folgen viele weitere Jahre mittragen müssen und erste Kollateralschäden wie z.B. Einbussen in der Bildung (https://doi.org/10.31235/osf.io/ve4z7) sind bereits sichtbar. Massnahmen wie Schulschliessungen ändern nichts am Verlauf der Pandemie, schaden aber ganz klar den Kindern. Wir alle sollten daher helfen, diesen Schaden zu begrenzen.

  • Personen, die nur leichte Grippesymptome aufweisen, sollen sich zuhause herkömmlich kurieren: Beschwerden lindern, weitere Personen vor einer Ansteckung schützen (Distanz halten), zweimal täglich Fieber messen und den Krankheitsverlauf beobachten.
  • Bei Unsicherheiten empfehlen wir zuerst telefonisch Kontakt aufzunehmen. Rufen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt, Ihre Ärztin oder die Notfallstation an, wenn sich Atemnot oder Atemwegsprobleme verschlimmern.
  • Halten Sie sich an die empfohlenen Hygieneregeln.
  • Weitere Informationen: Bundesamt für Gesundheit BAG und Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen.

Besten Dank für Ihr Interesse uns zu unterstützen. Aktuell besteht kein Bedarf an Freiwilligenarbeit und durch die Hygienevorschriften möchten wir möglichst nur Spitalmitarbeiterinnen und -mitarbeiter auf dem Spitalareal einsetzen. Falls zu einem späteren Zeitpunkt Bedarf und Möglichkeiten bestehen, werden wir dies gerne hier aufschalten. Vielen Dank für Ihr Verstandnis.