Spitalaufenthalt

Liebe Eltern: Ihr Kind wird im Ostschweizer Kinderspital behandelt. Keine Sorge – es ist bei uns in guten Händen. Im Pflegeteam, unter den Ärzten, bei den Therapeuten: überall haben wir Spezialisten für die individuelle Situation Ihres Kindes. Damit stellen wir eine Behandlung entsprechend den aktuellsten medizinischen Erkenntnissen sicher.

Als Kinderspital kennen wir die Bedürfnisse in jedem Entwicklungsalter. Vom Frühgeborenen bis zum Jugendlichen: wir stellen das Kind mit seiner Familie ins Zentrum.

Der Spitaleintritt wird einige Umstellungen in Ihren gewohnten Familienalltag bringen. Mit entsprechenden Vorbereitungen lassen sich viele organisatorische Fragen im voraus lösen. Wir wollen Sie dabei gerne unterstützen.

Spitaleintritt

Zur Planung eines Spitalaufenthaltes gehört die Vorbereitung des Kindes. Ihr Kind sollte frühzeitig wissen, was es im Spital erwartet. Erklären Sie ihm, wie der Spitalaufenthalt abläuft oder schenken Sie ihm eines der Kinderbücher (z.B. Abenteuer Kinderspital), die auf das Thema eingehen. 

Was Sie mitbringen müssen:

  • das Schreiben (Aufgebot), das Sie für den Spitaleintritt erhalten haben
  • Toilettenartikel, Papiertaschentücher (Wasch- und Frottiertücher liegen im Spital bereit)
  • Pyjama, Trainer, Finken, Säuglinge benötigen keine eigenen Kleider
  • eigener Nuggi und Schoppenflaschen, wenn diese nötig sind
  • ein «Stück von daheim» (Teddy, eigenes Fell)
  • eigene Medikamente
  • Impfausweis, Blutgruppenkarte
  • nur wenig Spielsachen, da wir für Beschädigung oder Verlust, auch von Radio, Handy oder anderen Wertsachen, keine Haftung übernehmen

 

Je nach Alter des Kindes bieten Rollenspiele gute Möglichkeiten, den Spitalalltag zu erklären. Eine Variante ist der Besuch des Kinderspitals. Wir bieten Kindergärten, Elternvereinen, Spielgruppen etc. Führungen an. Dabei sehen Kinder verschiedene Abteilungen und es wird ein Spitalaufenthalt durchgespielt, was viele Fragen direkt beantwortet.

Nach Voranmeldung können Sie mit Ihrem Kind auch die Bettenstation besichtigen, auf welcher Ihr Kind hospitalisiert sein wird. Bei Fragen steht Ihnen jederzeit eine kompetente Fachperson zur Verfügung.

Über die Tagesklinik werden seit 1994 jährlich ca. 1'400 Kinder ambulant operiert. Dabei handelt es sich um geplante Routine-Eingriffe mit niedrigem Operationsrisiko.

Die Patienten werden vorgängig in einer kinderchirurgischen Sprechstunde untersucht und die Eltern werden über den bevorstehenden Eingriff genau aufgeklärt. Der Kinderanästhesist erklärt den Ablauf der Narkose und erfasst Begleiterkrankungen des Kindes.

Das Kind lernt im Vorgespräch die Tagesklinik kennen – so verliert es die  Angst vor dem Unbekannten und kann altersgerecht auf den Eingriff vorbereitet werden.

Bereits ab einem Alter von 6 Wochen können Kinder in einem tageschirurgischen Vorgehen operiert werden. Das bedeutet für das Kind, dass es nach dem Eingriff wieder in seiner gewohnten Umgebung schlafen kann. Die Eltern können die Nachbehandlung nach genauer Anleitung zu Hause selbst übernehmen (z.B. Schmerzmittelgabe).

Flyer Ambulante Eingriffe

Für Kinder und Eltern ist Essen oft ein heikles Thema. Wir bieten unseren Patientinnen/Patienten täglich ein abwechslungsreiches Verpflegungsangebot mit verschiedenen Menüs an. Ob Ihr Kind davon Gebrauch machen darf, teilen Sie uns bitte beim Eintritt mit. Spezialdiäten werden nach ärztlicher Anweisung durch die Ernährungsberaterin zusammengestellt.

Für die Kleinsten werden Schoppen und Breie zubereitet. Wenn Ihr Baby an eine spezielle Nahrung gewöhnt ist, bitten wir Sie, das entsprechende Produkt mitzubringen.

mehr zur Cafeteria

Der Spitalaufenthalt, eine Krankheit oder ein Unfall eines Kindes reisst eine betroffene Familie oft aus ihrem gewohnten Alltag heraus. Viele Fragen, Unsicherheiten und unerwartete Belastungssituationen können auftreten. Ob mit unserer Sozialberatung, Stillberatung, Spitalseelsorge oder unserem Care Team – wir sind jederzeit für Sie da!

mehr zur Pflege & Betreuung

«In Spitälern bzw. Kliniken bestehen schulische Angebote für hospitalisierte Kinder. Damit sollen die Ausfälle im Unterricht am schulrechtlichen Aufenthaltsort überbrückt werden. …» (Schulrecht der Volkschule im Kanton St.Gallen, Jürg Raschle, Leiter Dienst für Recht und Personal im Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen, 2008)

Im Ostschweizer Kinderspital gehört der Schulunterricht zum ganzheitlichen Angebot, wie die medizinische Behandlung, die Pflege und die verschiedenen Therapien. Die einzelnen Fachgebiete funktionieren eigenständig, bereichern und unterstützen sich aber gegenseitig.

 

Schulische Angebote

Schülerinnen und Schüler zwischen 5 und 18 Jahren, die normalerweise den Kindergarten, die Primarschule, eine Berufslehre oder die Kantonsschule besuchen, kommen ins Lernatelier der Spitalpädagogik. Die Beschulung dauert von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten und ist auf verschiedenste Niveau- sowie Entwicklungsstufen ausgerichtet. So erhalten die Schülerinnen und Schüler eine individuelle Förderung, basierend auf Absprachen mit den Lehrpersonen der Herkunftsschule sowie Beobachtungen der Spitalpädagoginnen und Spitalpädagogen.

Die Unterrichtslektionen sind für die Patientinnen und Patienten ein wichtiger Teil der Tagesstruktur, die sie motiviert und etwas Normalität in den Spitalalltag bringt. Im Lernatelier sind sie primär nicht Patientin, Patient, sondern Schülerin und Schüler. An erster Stelle steht das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen: da sein zu können, ohne dass die Krankheit oder die schwierige Situation im Mittelpunkt ist.

 

Ganzheitliche Förderung

Ein Spitalaufenthalt ist meist nicht geplant und hat starken Einfluss auf das Lernen, die Leistungsfähigkeit sowie die Motivation der Kinder und Jugendlichen. Aus diesem Grund zielen die Angebote auf einen ganzheitlichen Unterricht ab, um den verschiedenen Situationen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden. Eine auf die Ressourcen der Lernenden aufgebaute Förderung stellt eine wichtige Voraussetzung dafür dar, dass trotz der besonderen Situation positive Schulerfahrungen möglich sind.

Die Beschulung findet einzeln oder in Kleingruppen statt. Aufgrund der geringen Anzahl Unterrichtslektionen während eines Spitalaufenthaltes liegt der Schwerpunkt auf der Förderung in den Hauptfächern. Individuell arbeiten die Schülerinnen und Schüler am eigenen Schulstoff, um so den Anschluss an die Lerninhalte ihrer Klassenstufe bzw. die Reintegration in die Herkunftsschule zu ermöglichen. Dabei werden Inhalt sowie Ziele des Unterrichts den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen angepasst und hängen von der Art und Dauer des Aufenthaltes ab.

Nachmittags wird, neben der schulischen Förderung, Werken und Spielen angeboten. Dabei stehen das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler sowie Kreativität, Spass und Freude im Zentrum.

 

Teamzusammensetzung als Qualitätsmerkmal

Um den vielfältigen Anforderungen der gesamten Volksschulzeit gerecht zu werden, wurde ein Team aufgebaut, das aus Lehrkräften der Primar- und Oberstufe besteht und somit die geforderten Kompetenzen abdeckt. Ergänzt wird es durch eine Sozialpädagogin in Ausbildung.

 

mehr zur Spitalpädagogik

Der Spitalaufenthalt kann ein einschneidendes Erlebnis für Kinder und ihre Familie sein. Unsere Spitalführungen bieten die Möglichkeit, in den Alltag dieser besonderen Umgebung auf spielerische Art und Weise hineinzuschnuppern.

mehr zu den Spitalführungen