walking meditation

Hier, jetzt und anderswo

Projekt Reflexion Arealtransformation von Claudio Moser

Das Projekt sieht jährlich zwei Video-Walking­‐Meditations vor, eine auf dem Spitalareal, eine in einer Landschaft im Kanton St. Gallen.
Eine Walking-Meditation ist eine buddhistische Übung, welche der Künstler Claudio Moser bei Thich Nhat Hanh, einem vietnamesischen Mönch erlernt hat. 
Diese sehr langsame Gehweise lässt den Betrachtenden Zeit, sich ins Bild einzudenken. Die Wahrnehmung des vorbeiziehenden Ortes fokussiert sich zu, die Kamera unternimmt keine Wertung, folgt keinem Ereignis, stetig und langsam streifen die Bilder über die Monitore. Die Bewegungen auf den Bildschirmen sind eine Art „come together“, der eine Ort strebt zum andern, der Kanton zum Spital (Kantonslatips) beziehungsweise umgekehrt (Spitalsnotnak).
Die Walking-Meditations auf dem Spitalareal laden die Betrachtenden zur genaueren Wahrnehmung des Ortes ein (dem Hier), an dem sie sich zur Zeit (dem Jetzt) befinden. Die Walking-Meditations in den Landschaften (dem Anderswo) sollen diese Reflexion begleiten und verstärken durch Verführung und Entführung zugleich. Die Betrachtenden mäandern mit den Sinnen zwischen den beiden Orten, dem Spital in Transformation und den Landschaften als Orte der Sehnsucht, dorthin, wo sich der in Heilung Befindende sehnt. Die Wahrnehmung der langsam vorbeiziehenden Zeit kann zu einer Art Trance führen, in der sich die Betrachtenden wiederfinden können. Sie, das eigene Denken, Fühlen und Sein.